Film: PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR

https://www.youtube.com/watch?v=LdueUeuJrnA

Der Film PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR zeigt beispielhaft einen Workshop der Baupiloten-Methode zur “Wunschforschung”. So können Bürger mitbestimmen, wenn es um die Gestaltung ihrer gebauten Umwelt geht.

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ZWISCHENPRÄSENTATION ‘wohnFORSCHUNG’


Im ersten Teil des Seminars haben die Studierenden eine Vielfalt studentischer Wohnformen erforscht und daraus radikale Wohnthesen entwickelt. Am Freitag, den 19.12., präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse aus der ‘wohnFORSCHUNG’. Wir freuen uns über die hervorragende Gastkritik von Prof.-Dr. Katrin Hohn, Henrik Fröhlich, Rubén Jódar, Florian Köhl, Martin Schliefer, Sabrina Schreiber und Kirstie Smeaton.

WAS MACHT EINE BAUPILOTIN? Prof. Dr.-Ing. Susanne Hofmann im Interview auf Deutschlandradio Kultur


Ihr könnt das Interview hier nachhören!

Susanne Hofmann ist "Baupilotin", sie integriert künftige Nutzer von Gebäuden bereits in der Planungsphase. Wie das genau funktioniert und warum das gut ist, darüber spricht sie mit Moderatorin Ulrike Timm.
"Mitbestimmung" heißt das Zauberwort. Und tatsächlich sind in vielen Lebensbereichen Bürger aufgerufen, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Selbst bei großen Bauprojekten ist das so. Wie man es schafft, die künftigen Nutzer bereits in der Planungsphase zu integrieren, weiß Susanne Hofmann. Die Architektin und ihr Team bauen seit mehr als zehn Jahren mit großem Erfolg Kindergärten, Schulen oder ein Studentenwohnheim, bei denen Kinder und Erwachsene mitplanen und gestalten. Ziel ist es: Statt seelenloser Architektur, Räume für die Bedürfnisse der Bewohner zu schaffen.
Was macht eine Baupilotin? Warum ist es gut, wenn die künftigen Bewohner in der Planungsphase mitreden können? Welche neuen Ideen entstehen dabei?

WORKSHOP mit Anh-Linh Ngo: Schnittstellen

Innerhalb eines eintägigen Workshops am Donnerstag formulierten die Studierenden gemeinsam mit Anh-Linh Ngo (ARCH+) anhand von Texten alltäglichen Schnittstellen: Wo interagiere ich mit anderen, wo muss ich mich mit anderen arrangieren, wo will ich allein sein? 
Daraus bildeten sie Wohnthesen bezüglich der Sphären, in denen sie sich im Alltag bewegen: persönlich, gemeinschaftlich, öffentlich. Diese Wohnthesen übertrugen sie in räumliche Modelle. Innerhalb der 4er Entwurfsgruppe entwickelten sie Thesen zu: 1. Wie möchtet ihr mit Freunden sein. 2. Wie wollt Ihr unter Fremden sein (Schnitt zur Öffentlichkeit). Als Ergebnis entstanden am Ende 2 Papiermodelle als Thesen der Schnittstellen.

WORKSHOP: Planspielrunde im Bierkeller Siegmunds Hof

Die Studierenden unseres Entwurfsseminars erforschten am Montag die Wohnträume der Bewohner und Bewohnerinnen des Studentenwohnheims ‘Siegmunds Hof’. Denn Studierende sind Experten auf dem Gebiet des studentischen Wohnens. Mit Hilfe des Planspiels ‘Spiele Deinen Wohntraum, wohne Deinen Spieltraum!’ nehmen die Studierenden Wohnvorstellungen und Wohnträume der Nutzer auf, um ihre innovative Wohnvisionen weiter zu entwickeln und zu schärfen. 

Workshop am Donnerstag: 'Der gelebte Raum als Schnittstelle sozialer Interaktion' mit Anh-Linh Ngo (ARCH+)


Am Donnerstag, den 11.12., von 10 bis 20 Uhr,  findet im Rahmen des Entwurfsseminars ’SUPERBUDE' der erste Workshop mit Anh-Linh Ngo (ARCH+) statt. Unter dem Titel 'Der gelebte Raum als Schnittstelle sozialer Interaktion’ werden Wohnthesen in der Beschreibung alltäglicher Schnittstellen in Text und Modell gebildet und hinterfragt.

Auch wenn Architekten behaupten, dass sie Raumgestalter sind, so sind sie doch seit jeher mehr mit der Gestaltung von Raumbegrenzungen beschäftigt als mit dem Raum selbst. Raum wird immer noch als neutraler Behälter gedacht, der unabhängig von den Dingen und Menschen existiert. Das Leben als Summe sozialer Handlungen spielt sich in diesem Sinne vor einem unbewegten, unveränderlichen räumlichen Hintergrund ab. Dadurch dominiert die visuelle Qualität der architektonischen Hülle immer wieder alle anderen Aspekte des Raums.

Die Moderne versuchte zwar dieses Behälterkonzept mit der Idee des „fließenden Raums“ zu überwinden, doch auch der von ihr betonte Bewegungs- und Zwischenraum ist eher eine ästhetische Dynamisierung des Raums in Analogie zur Dynamik der Gesellschaft. Ein Verständnis für die soziale Bezüglichkeit des Raums ist nur rudimentär vorhanden.

Dagegen bildet sich in den Sozialwissenschaften ein relationales Raumverständnis heraus, welches die soziale Konstitution des Raums zu erklären sucht. So entwickelt Henri Lefebvre Anfang der 70er Jahre ein Modell, das die Produktion des Raums in der Verschränkung des wahrgenommenen, des konzipierten und des gelebten Raums (espace perçu, espace conçu, espace vecu) greifbar macht. Konstitutiv für sein theoretisches Konstrukt ist der explizite Bezug auf das Alltagsleben und die räumlichen Praktiken.

Wir wollen die Grundannahme aufgreifen, dass Raum in der sozialen Interaktion, im Handeln entsteht. Wohnen ist somit ein fortwährender Prozess der Raumproduktion, der ständig äußere Einflüsse ausbalancieren muss, entweder durch Inklusion oder Exklusion.

Nachdem in den bisherigen Arbeitsschritten das Wahrgenommene (le perçu), und die konzeptionelle Darstellung des Raums behandelt wurde, wollen wir uns im nächsten Schritt mit dem gelebten Raum auseinandersetzen, den wir als Schnittstellen sozialer Interaktion begreifen wollen.


PIN UP Beschattung

Die Studierenden beschatteten ihre ‘Zielperson' 24 Stunden lang und hielten den Tagesablauf fotografisch fest. Als „Schatten“ folgten sie der Zielperson als unsichtbarer und stiller Begleiter, ohne in den Handlungsraum der Zielperson einzugreifen oder diesen zu kommentieren. Welche Strategien wenden die Zielpersonen an, um in der Stadt wohnen und lernen zu können, wie - mit Hilfe welcher Strategien - haben sie sich Ihre Lebensräume aktiv angeeignet oder sich in die vorgefundenen eingelebt? Welche Wohnsphären teilen sie mit Freunden, mit der Allgemeinheit und welche behalten sie für sich allein? Die Studierenden spüren die verschiedenen Wohnsphären im Leben der Zielperson auf, unter besonderer Berücksichtigung der programmatischen und räumlichen Schnittstellen und Schnittmengen - das Individuelle, die Gemeinschaft, der Kiez, die Stadt.
Die empirisch aufgedeckten Wohnstrategien Ihrer Zielpersonen präsentieren die Studierenden anhand einer Nahaufnahme (Fotopaneel) und einer narrativen Collage.

Top 3 der Woche

René Magritte 'The Menaced Assassin’ (1927)
reinszeniert von: Alexander Heil, Anna Lawicka, Eleonora Levkadinos, Noreen Zarazik

Pablo Picasso 'Die drei Musikanten' (1921)
reinszeniert von: Coluccia Giorgia, Neumann Eve, Nicotra Julia, Tremml Lillemor
 

David Hockney 'Mr and Mrs Clark and Percy' (1970–1971)
reinszeniert von: Maria Arnold, Dominika Wróblewska, Niklaas Zander

PIN UP Inszenierung

 
Wie ist das gewählte Gemälde in Szene gesetzt und was macht seine Atmosphäre aus? Wie sind die Figuren und Dinge räumlich angeordnet? Wie sind die Blickbeziehungen, wie ist die Farbkomposition, die Lichtstimmung, von wo kommt das Licht, welche Elemente sind im Licht und welche nicht? Die Studierenden stellten am Freitag eine fotografische Re-Inszenierung Ihrer Postkarte vor.

PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR


Das Buch PARTIZIPATION MACHT ARCHITEKTUR die Baupiloten – Methode und Projekte ist jetzt erschienen! Ein Ansichtsexemplar liegt bei uns im Fachgebiet für euch aus, ihr koennt es bei uns für einen Sonderpreis von 25€ erwerben.
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Architectonics II

Axonometrie:
Der Wahlpflicht-Kurs für das 3. Semester beschäftigt sich der Axonometrischen Darstellung des Architekturentwurfs. Der Kurs findet in enger Abstimmung mit dem FG Frank und FG Hofmann statt. Im Hinblick auf das eigene Entwurfsprojekt im Fachgebiet sollen mit Hilfe des Computers zwei Axonometrische Darstellungen je Entwurfsgruppe entwickelt werden.

Ablauf:
Der Kurs besteht aus 2 Blöcken. Der Erste Block beinhaltet eine Einführung in das 3D-Modeling mit dem Programm Rhino. Anhand eines Beispielprojektes werden die verschiedenen Projektionsarten der Axonometrie erläutert und die Grundlagen des Modelings vermittelt.
Der Zweite Block legt den Schwerpunkt auf die individuelle Betreuung der Studentenarbeiten in Hinblick auf die Präsentation des Entwurfsprojektes.

Termine:

1. Block FG Frank und FG Hofmann:
Einführung 3D-Modeling in Rhino anhand eines Beispielprojektes.
08.12.2014 10.00 - 12.00h.
Der Veranstaltungsort wird kurzfristig auf der Fachgebietshomepage bekannt gegeben.

2. Block FG Hofmann: Betreuung im Studio -  26.01.2015 und 02.02.2015

Abgabe:
Abgabe der Zeichnungen für FG Barlieb am 20.02.15 Als Upload auf der owncloud des Fachgebietes.

Abgabeleistung:
Je Entwurfsgruppe eine städtebauliche sowie eine freie Axonometrische Darstellung .
Genaue Anforderungen erfolgen durch die Entwurfslehrstühle.

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Semesterstart - Superbude


SUPERBUDE
Mehr Studierende, weniger bezahlbarer Wohnraum. Gerade für sie ist es in Berlin zunehmend schwierig, eine Bleibe zu finden. Studentenwohnheime können den Ansturm an Erstsemestern schon lange nicht mehr bewältigen, vielerorts gibt es vierstellige Wartelisten.

Im Entwurf von zukunftsweisenden und bezahlbaren Wohnarchitekturen für Studierende sollen aus den besonderen und auch ungewöhnlichen Situationen des studentischen Wohnens, privaten und gemeinschaftlichen Aktivitäten wünschenswerte und intelligente Lern- und Wohnmodelle entwickelt werden.


Wohnforschung
Anhand von Übungen, Feldforschung vor Ort und Workshops werden verschiedene gelebte studentische Wohnmodelle hinsichtlich ihrer räumlichen und strategischen Qualitäten untersucht.
Die Wohnsphären des Persönlichen , des gemeinsamen Alltags, der Freizeit und der Allgemeinheit (vgl. Prof. Klaus Ernst, Wohnen in Spree-Athen - Gedanken zur Planung von Studentenwohnheimen, 1962) bilden das konzeptionelle Fundament der Seminarblöcke Wohnvorschung und Wohnverhandlung.

Die Begriffe der Wohnsphären helfen das Zusammenspiel des Einzelnen und der Gemeinschaft - die Wohnstrategien des Teilens - im Leben der Studierenden zu erkennen und zu entflechten.
Welche Strategien wenden Studierende an, um in der Stadt wohnen und lernen zu können, wie haben sie sich Ihre Lebensräume aktiv angeeignet oder sich in die vorgefundenen eingelebt? Welche Wohnsphären teilen sie mit Freunden, mit der Allgemeinheit und welche behalten sie für sich allein?


Wohnverhandlung
Eine Miniaturbaulücke, ungenutzte Dachlandschaft, unscheinbare Brandwand. Restflächen, auf denen kein investiver Druck lastet und die als unverwertbar angesehen werden, werden zum Schauplatz für visionäre Konzepte für studentisches Wohnen.
Können Wohnstrategien des Teilens und die intelligente Aneignung und Verhandlung vorgefundener und selbsterzeugter - privater bis öffentlicher - Wohnsphären helfen studentische Wohnträume zu erfüllen?

Semesterzeitplan